Helsinki Appell

07.01.2005

Der Appell von Helsinki 2005 [374 KB]

Sehr geehrtes Mitglied des Europäischen Parlaments!

Wir, die unterzeichneten Ärzte und Forscher, sind in grosser Sorge, dass das Vorsorgeprinzip nicht ausreichend auf elektromagnetische Felder angewandt wird, besonders in Bezug auf die Funkund
Mikrowellenfrequenzbänder.

Neue Anwendungen kabelloser Technologien werden ständig eingeführt, trotz der Tatsache, dass es viele professionelle wissenschaftliche Studien über mögliche Gesundheitsrisiken gibt. Mehrere Studien
sowohl auf Zellebene als auch bei Tieren zeigen, dass Mobilfunkstrahlung und andere Funkstrahlung zu verschiedenen Störungen führen kann, wie z.B. zur Erhöhung der Durchlässigkeit der BlutHirnSchranke.
Berichtet wurden auch Störungen im EEG (Elektroencephalogramm), die Beeinflussung kognitiver Funktionen und Veränderungen bei der Produktion der Zellproteine. Die neueste epidemiologische Studie von Stefan Lönn, mit dem bekannten schwedischen Professor Anders Ahlbom als CoAutor, zeigt, dass sich das Risiko eines Akustikusneurinoms (ein Nerventumor im Ohr) nach zehn Jahren Mobilfunknutzung mehr als verdreifachen kann.

Leider sind die für die öffentliche Gesundheit zu ziehenden Konsequenzen aus diesen Effekten eine offene Frage. Dies gibt Anlass zu grosser Sorge. Die gegenwärtigen Sicherheitsstandards der ICNIRP (Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung) berücksichtigen die biologischen Effekte durch nichtionisierende Strahlung nicht, sondern nur thermische Wirkungen. Angesichts der vorliegenden neuesten wissenschaftlichen Berichte sind die von der ICNIRP empfohlenen Grenzwerte veraltet und sollten zurückgewiesen werden. Insbesondere sollten Kinder und andere Risikogruppen berücksichtigt werden, wenn die Grenzwerte neu bewertet werden. Dies wurde bereits im Freiburger Appell von 2002 vorgeschlagen, der von mehr 3000 Ärztekollegen unterzeichnet wurde.

Wir appellieren an Sie als ein Mitglied des Europäischen Parlaments, sofort für die Festlegung neuer Sicherheitsstandards in der Europäischen Union einzutreten.

Desweiteren ist die REFLEXStudie (Risk evaluation of potential environmental hazards from lowenergy electromagnetic field (EMF) = Risikobewertung potentieller Umweltgefahren
durch Strahlungsexposition energiearmer elektromagnetischer Felder mittels sensitiver invitroVerfahren) von grosser Bedeutung, die von 12 Forschungsgruppen europäischer Universitäten und
anderer Organisationen durchgeführt wurde.

Die REFLEXStudie wie beispielsweise gentoxische Effekte durch Mobilfunkstrahlung nach. Die EU hat das REFLEXProjekt teilweise finanziert. Die REFLEXStudie wurde von wissenschaftlichen Zeitschriften weder publiziert noch nachfinanziert. Es ist absolut erforderlich, dass das REFLEXProjekt weitergeführt wird. Das Projekt sollte jedoch mehr auf die athermischen Effekte konzentriert werden, und es sollten die Forscher beteiligt werden, die bereits auf dem Gebiet der biologischen athermischen Effekte tätig sind. Die Europäische Union sollte sofortige Maßnahmen einleiten, um das NEUE REFLEX Projekt zu finanzieren.

http://www.verumfoundation.de/ > EU PROJEKTE > REFLEX > DOWNLOAD
http://www.umweltinstitut.org/frames/all/m401.htm
http://www.itis.ethz.ch/downloads/REFLEX_Final%20Report_171104.pdf

Appell

Englische org. Fassung [13 KB]

 

Erstunterzeichner

Franz Adlkofer, physician, Verum Foundation, Germany
Osmo Hänninen, emeritus-professor, Kuopio University, Finland
Jukka Laitakari, professor, Jyväskylä University, Finland
Seppo Kinnunen, physician, Tampere, Finland
Reba Goodman, scientist, Columbia University, USA
Martin Blank, sciantist, Columbia University, USA
Roger Santini, scientist, retired, France
Igor Belyaev, scientist, Stockholm University, Sweden
Alfonso Balmori, scientist, Institude Castilla y León, Spain
Sole Molander, researcher, Helsinki University of Technology, Lahti Center
Gerd Oberfeld, physician, Salzburg, Austria
Anu Leo, dentist, Helsinki, Finland
Leif Gran, dentist, Helsinki, Finland
Tuula Koskinen, dentist, Helsinki, Finland
Risto Juusela, dentist, Espoo, Finland
Pirjo Juusela, dentist, Espoo, Finland
Riitta Linko, dentist, Helsinki, Finland
Laina Salonen, senior scientist, Espoo, Finland
Sergei Kolmakov, PhD, Kuopio, Finland
Valto Räsänen, physician, Kuopio, Finland
Esa Miettinen, researcher, Kuopio, Finland
Karin Munsterhjelm-Ahumada, physician, Tammisaari, Finland
Viveka Grönlund, physician, Kirkkonummi, Finland
Ilari Airo, physician, Helsinki, Finland
Kimmo Kauppi, physician, Vantaa, Finland
Timo Helin, physician, Helsinki, Finland
Volker Schorpp, physician, Breligheim, Germany
Robert Riedlinger, researcher, retired
Dietrich Grün, physician, Winnenden, Germany
Pentti Tiusanen, physician, Kotka, Finland
Seannette Kwee, researcher, retired, Denmark
Olle Johansson, ass. prof. , Sweden

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